Illustration · Storytelling · User Experience · Workshopformat
Was wäre, wenn deine Selbstzweifel Mitbewohner wären – 
und du sie einfach kennenlernen könntest?
Problem. Die Angst zu scheitern und entlarvt zu werden betrifft viele Menschen in ihren 20ern, besonders im Übergang ins Berufsleben. Das Problem ist nicht das Gefühl selbst, sondern dass es selten ausgesprochen wird. Es bleibt unsichtbar, und unsichtbare Dinge wachsen.Die Sagen der Lausitz existieren. Sie sind aufgeschrieben, gesammelt, archiviert. Doch kaum jemand liest sie. Das liegt nicht am Inhalt, sondern am Format. Fließtext in alten Büchern ist keine Einladung, es ist eine Hürde.
Ansatz. Mich hat interessiert, wie Design helfen kann, Gefühle sichtbar zu machen. Ich wollte kein Ratgeberheft und keine App mit Affirmationen. Ich wollte etwas, das man anfassen kann und bei dem man schmunzeln darf, während man sich selbst erkennt.
Die Metapher: eine WG im Kopf. Mit Mitbewohnern, die man gut kennt, manchmal mag und manchmal ziemlich nervig findet.
Inspiriert von drei typischen ‚Mitspielern‘ der Versagensangst entstehen drei Figuren: Prokrastinatius der Träge, Perfektionia Perfekta und Norbert Oskar Trübsal. Man erkundet Räume, öffnet Türen, bearbeitet Aufgaben – allein oder gemeinsam.Die visuelle Sprache habe ich bewusst aus der Region heraus entwickelt: Holzschnitte und sorbische Ostereier als Referenz, übersetzt in eine digitale Bildsprache.
Lösung. Eine Workshopbox mit Karten, Objekten und Aufgaben. Kein lineares Format, kein richtiger Weg durch das Haus. Die Nutzer:innen bestimmen ihr Tempo, ihre Reihenfolge, ihre Tiefe.
Das Projekt ist als konzeptionelles Workshopformat entstanden.
Es basiert auf Gesprächen, Recherchen und Reflexionen zur Lebensphase der 20er Jahre.
Ziel ist kein therapeutisches Tool, sondern ein gestalterischer Vorschlag: ein Format, das Menschen einlädt, ihre inneren Zustände spielerisch zu erkunden.Das Projekt verbindet Illustration, Bewegung und Interaktion zu einem Leseerlebnis – kein klassisches Buch und kein typisches Interface, sondern eine digitale Form des Erzählens.

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